Neues aus dem NaturGartenLand

Januar 2019

Mitzählen bei der Stunde der Wintervögel vom 04. bis 06.01.2019 hilft dabei, wissenschaftliche Erkenntnisse über die heimische Vogelwelt zu sammeln und ist spannend und lehrreich für Groß und Klein!

Endlich bedeckt der Schnee den Garten. Er dämpft die Geräusche und zeigt uns, dass nun die Zeit zum "Nicht-tun" ist. Ein v.a. im permakulturellen Konzept wichtiger Bestandteil des Gärtnerns. Denn wir brauchen diese Zeit, um uns aufs Wesentliche zu besinnen. Was brauchen wir wirklich, in welche Richtung soll sich der Garten (und wir mit ihm - oder umgekehrt) weiter entwickeln? Ideen ausarbeiten, sich auf die Umsetzung freuen. Und dabei eine Tasse Tee mit Kräutern aus dem Garten, die die Sonne des letzten Sommers getankt haben, trinken.

Dezember 2018

Das Jahr geht zu Ende und man sieht einem Garten jetzt am besten an, ob ein Gärtner in ihm wohnt, der einen Sinn für alles Lebendige hat . Dann stehen die verwelkten Staudenstängel auf den Beeten kreuz und quer, an und in denen so manches Insekt überwintert, die Hecken hängen voller Beeren und werden von den Vögeln als Futterplätze genutzt, und in der einen oder anderen Ecke liegen Haufen aus Laub und Geäst unter denen sich einige Tiere ein Plätzchen für den Winter gesucht haben werden.
Ein schneebedeckter hohler Baumstamm oder ein kahler Wurzelstock bringen im Winter Struktur in den Garten, verzaubern ihn.
Welche Verschwendung von lebendigen Möglichkeiten, wenn Schönheit nur mit Ordnung gleichgesetzt wird.

September 2018

Im Nutzgarten ist Erntezeit. Und so genussvoll es auch ist, Kulturfrüchte und Gemüsesorten zu ernten und zu verarbeiten, so fasziniert doch besonders die schmackhafte Vielfalt und Produktivität unserer Wildpflanzen. Säfte, Marmeladen, Liköre und mehr aus Wildobst von Holunder, Kornelkirsche, Wildrose oder Weißdorn - einfach was Feines! Trotzdem bleibt immer noch genug als Winterfutter für die Vögel und Nüsse für die Eichhörnchen übrig. Und im nächsten Frühjahr locken Blüten wieder Insekten an.
Wildobst und Wildgemüse im Garten ist lebendige Multifunktionalität.

Nach der Ernte ist Pflanzzeit für Gehölze, und die lässt sich doch sinnvoll nutzen, um heimisches Wildobst in den Garten zu holen.

August 2018

Die aktuelle Trockenheit und Hitze hat auch unsere Gärten fest im Griff. Gießen müssen wir im naturnahen Garten aber kaum, denn standortgerechte Wildpflanzen sind widerstandsfähig.
Karthäuser-Nelken, Ochsenaugen, Bergminzen und Berg-Lauch blühen im mageren Kiesbeet trotzdem unermüdlich. 

Doch über die zukünftigen Veränderungen durch die Klimaerwärmung kann uns das nicht hinwegtäuschen. Wir müssen unsere Gärtnern an die "Warmzeit" anpassen:
Regenwasser speichern, Flächen entsiegeln, mit Bäumen und Wasserflächen ein günstiges Kleinklima schaffen.
Und das am besten nicht nur in unseren Gärten sondern auch auf öffentlichen und gewerblichen Flächen.

Juli 2018

In vielen Gärten blüht nun wieder der Sommerflieder und lockt die trotz drastischem und deutlich sichtbarem Rückgang der Tagfalter (nachzulesen z.B. in der Roten Liste) noch übrigen Schmetterlinge an. Doch halten diese beliebten und durchaus attraktiven Sorten der Buddleia leider nicht, was sie versprechen. Denn dem Artenschwund der hübschen geflügelten Gartenbesucher lässt sich durch die Pflanzung des "Schmetterlingsflieders" allein nichts entgegensetzen.
Vielmehr brauchen unsere Tag- und Nachtfalter nicht nur Nektar sondern auch Rückzugsorte, Pflanzen zur Eiablage und Verpuppung und Futter für die Raupen, und das auch über den Winter. Eine "wilde" Ecke im Garten, eine große heimische Pflanzenvielfalt und der Verzicht auf radikale Pflege, auch im Herbst, dient den Schmetterlingen viel mehr.
Im Naturgarten gibt es also mehr Möglichkeiten, etwas für die Schmetterlinge zu tun, und viele andere attraktive, heimische Pflanzen, die sie anlockt. Vielfalt statt Einfalt zählt!

Juni 2018

Endlich hat die bunte Blütenpracht so richtig losgelegt. Wo die Frühjahrsblüher bereits Samen gebildet haben, steht jetzt die nächste Generation von Insektenmagneten in voller Pracht. Besonders farbenfroh und gut besucht von Insekten sind die Magerstandorte. Glücklich ist der, der viel Kies hat!

Mai 2018

Wie Wildkräuter im Garten und eine naturnahe Gartengestaltung zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen können, und viele interessante Hintergründe über die Ursachen und Auswirkungen des massiven Rückgangs der Insektenpopulationen in unseren Landschaften, gibt es in der Sendung "Blühendes Naturparadies - Wie wir die Artenvielfalt in unseren Gärten retten können" aus der Reihe UNKRAUT des Bayerischen Fernsehens. Das Unkraut-Team war unter anderem zu Besuch bei uns. Unbedingt sehenswert! 

Außerdem besuchte die Vorstandschaft des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins Ostermünchen unseren Garten, um sich über die Möglichkeiten des naturnahen Gärtnerns, der Verwendung heimischer Wildpflanzen, der permakulturellen Arbeitsweise und der Förderung der Artenvielfalt im Hausgarten auszutauschen.  Anregender Plausch bei einem kühlen Glas Giersch-Schorle über gärtnerische Ideen und Eindrücke inklusive.  

April 2018

Bei herrlichem Frühlingswetter war beim Permakultur-Workshop im Kräuterhof Brunnthal "full house". Dabei wurden die Prinzipien der Permakultur und ihre Anwendungsmöglichkeiten intensiv besprochen, die Philosophie gemeinsam "erfahren" und Permakultur-Elemente, die in kleinen und großen Gärten umgesetzt werden können studiert. Auch Raum zum Erfahrungsaustausch war bei einer leckeren Brotzeit aus der Wildkräuterküche des Kräuterhofs vorhanden. Schee war´s!

März 2018

Die ersten Zitronenfalter flattern durch den Garten, einige Bienen suchen Nektar in Krokus und Winterling. Überall gibt es jetzt auch wieder ein Angebot an Blütenpflanzen, die nicht nur für die Käufer verlockend sein sollen, sondern auch für Insekten. Die Kunde vom drastischen Rückgang der Insektenpopulationen hat auch den Handel erreicht. Und der lockt nun mit Insekten- oder Bienenfreundlichkeit von Beet- und Balkonblumen.

Wer einen wirklich insektenfreundlichen Garten haben möchte, schaut dabei lieber genau hin. Denn viele Zierpflanzen sind, um besonders üppig und kompakt zu wachsen, mit insektengefährdeten Pestiziden behandelt, und dadurch hochgefährlich für ihre kleinen Besucher. Also lieber mal nachforschen, wo und wie die Pflanzen produziert wurden, oder gleich bei einer nach ökologischen Grundsätzen arbeitenden Gärtnerei einkaufen.

Februar 2018

Gehölze erfüllen im Garten viele Funktionen. Sie sind u.a. Gestaltungselement, Lebensraum und Nahrungsquelle für Tiere, Schattenspender und (Wild-) Obstquelle für uns. Jetzt im Februar bricht über sie vielerorts die Gehölzpflege herein. Und manch einer schneidet da vorsorglich lieber mehr weg als zu wenig. 
Leider können wir unsere Bäume und Sträucher durch unsachgemäße Schnittmaßnahmen im Winter sogar nachhaltig schädigen, anstatt sie gesund und schön zu erhalten. Denn einen schnellen Wundverschluss, der vor dem Eindringen von Pilzen und Bakterien schützt, können Gehölze erst ab dem Frühjahr leisten. 

Am besten ist es aber, schon bei der Pflanzung von Gehölzen an deren zukünftigen Platzbedarf zu denken. Denn dann können Schnittmaßnahmen im Idealfall ganz unterbleiben. Mit einer klugen Planung lassen sich somit auch Tiere und Pflanzen in Garten und Landschaft gleichermaßen schützen - und zudem eine Menge Arbeit und Kosten einsparen.

Dezember 2017

Während der Frost den Garten in einen Skulpturenpark verwandelt, schart sich ein Dutzend Vogelarten rund um die Futterplätze im Garten. Das Sumpfbeet dient als Tränke und die Asthaufen als Rückzugsorte. Und an schnee- und frost-freien Tagen finden die Vögel zwischen den vertrockneten Staudenstängeln, unter Sträuchern und in Laubhaufen immer noch genug natürliches Futter.   

November 2017

Im Herbst hat der Gärtner eine Menge Arbeit. Der Naturgärtner lässt es gelassen angehen, und genießt das Farbenspiel der Blätter und die besonderen Stimmungen in Natur und Garten. Inzwischen wurden die meisten Gartenfrüchte geerntet, Nüsse gibt es noch zum aufsammeln und Wildobst. Sofern das noch nicht Eichhörnchen und Co. erledigt haben. Auf Wegen, Kiesbeeten und Kräuterrasen wird das Laub entfernt und entweder mit dem letzten Rasenschnitt als Mulch auf die Gemüsebeete verteilt, kompostiert oder zu Lebensstätten in Form von Laubhaufen angehäuft. Unter den Bäumen darf das Laub liegen bleiben, auch im schattigen Waldgarten, wo sich die Pflanzen und Kleintiere über den natürlichen Winterschutz freuen. 
Die trockenen Stauden und ein Teil der Blumenwiese bleiben über den Winter stehen. Hier überwintern hoffentlich viele Insekten, die uns im nächsten Jahr mit ihrer farbenfrohen Vielfalt erfreuen.

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April 2017

Ein Naturgartenworkshop mit 20 interessierten Gartenfreunden fand beim Gartenbauverein Schechen statt. Nach ausführlichen Informationen über die Grundlagen und Ziele der Naturgartengestaltung und einem lebendigen Austausch über Wildstauden und - gehölze, Lebensräume und Artenvielfalt im heimischen Hausgarten, hatten die Teilnehmer Gelegenheit ihre Ideen zu Papier zu bringen. Hat Freude gemacht!

  


März 2017

Pünktlich zum Frühlingsanfang erfreut uns die farblich perfekt abgestimmte Vielfalt von Schneeglöckchen, Märzenbechern, Winterlingen, Christrosen und Leberblümchen. Buschwindröschen und Narzissen machen sich bereit zum Aufblühen. Auch das Scharbockskraut und andere Wildkräuter entfalten schon ihre Blätter und Blüten, die wir gleich in unsere Salate und Suppen mischen. An geschützten Stellen kann man sogar schon ein paar Bärlauchblätter ernten. 
Auf den Wildstaudenbeeten werden nun die verdörrten Stängel und Laub entfernt. Am liebsten mit unbehandschuhten Händen, dann spürt man den Frühling und die frischen Triebe werden nicht verletzt. Nun lassen sich auch zu stark ausgebreitete und unerwünschte Pflanzen wie Spitzwegerich, Faden-Ehrenpreis, Rainkohl oder Löwenzahn mit recht geringem Aufwand aus den Beeten entfernen.
Wildsträucher können jetzt noch einen Verjüngungsschnitt bekommen und die Obstbäume freuen sich über die Kompostdüngung der Baumscheiben.
 

"Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume,
dem Betrübten jede Blume ein Unkraut."

Weisheit aus Finnland

Februar 2017

Der Garten als Lebensraum   
Kaum steigen die Temperaturen in den zweistelligen Bereich wagen sich schon die ersten Regenwürmer und Käfer unter der Mulchdecke, die noch auf den Gemüsebeeten liegt hervor. Die Amseln haben es natürlich auch schon bemerkt und durchwühlen jeden Quadratmeter im Garten der mit Laub oder Heu bedeckt ist. Ein Blaumeisenpärchen inspiziert alle Schlupfwinkel und scheint die Tauglichkeit für den Nestbau zu diskutieren.
Jetzt ist es für uns höchste Zeit, die vorhandenen Nistkästen zu reinigen, und die schon vorbereiteten Bretter zu neuen Nistkästen zusammenzubauen und aufzuhängen. 
Auch ein großer Haufen Äste wird zu einem Biotop für Käfer, Solitärbienen, Blindschleichen und Igel. Die den Nachbarn zugewandte Seite wird mit Hilfe von Pfosten ordentlich aufgeschichtet, auf unserer Seite darf der Haufen gerne "wild" aussehen. Hauptsache es ist Leben drin.


Januar 2017

2. Platz für den Konzeptentwurf beim Planungswettbewerb 
des Naturgarten e.V.
für den Naturerlebnisgarten auf der
BUGA Heilbronn 2019

 

  

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