Philosophie                  "Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten." Rabindranath Tagore

Natur
Die Natur ist das Vorbild für eine nachhaltige, ökologische und ökonomische Planung und eine harmonische Gestaltung. Von der wildblühenden Ecke im kleinen Garten bis zum strukturreichen Biotop in der freien Landschaft sind Naturflächen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die helfen, die Artenvielfalt und das Funktionieren des Ökosystems zu erhalten.
"In der lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in der Verbindung mit dem Ganzen steht." Johann Wolfgang von Goethe

Garten
"Wenn du ein Gärtchen hast und eine Bibliothek so wird dir nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero
Der Garten kann ein Ort körperlicher und geistiger Arbeit, Nahrung und Inspiration für uns Menschen sein. Und er ist ein individueller Gestaltungsraum in dem wir darüber entscheiden, wie viel Raum wir unseren Mitgeschöpfen überlassen. Heute haben Gärten eine immer größer werdende Bedeutung als Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen. Gärten sind Lebensräume. Je vielfältiger und naturnäher umso besser.  

Naturgarten
"Glücklich leben und naturgemäß leben ist eins." Lucius Annaeus Seneca
Ob modern gestalteter Stadtgarten oder romantischer Landhausgarten, der naturnahe Garten ist Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt und spannender ErlebnisRaum für kleine und große Entdecker.
Ein naturnaher Garten kann im privaten und öffentlichen Raum die Verbindung zwischen Natur und vom Menschen geschaffenen Strukturen herstellen. Bei seiner Gestaltung finden natürliche und regional typische Materialen und heimische, an den jeweiligen Standort angepasste Pflanzen Verwendung. 

Der Naturgarten ist ein Ziergarten bei dem die Förderung der Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen im Vordergrund steht. Hier darf auch ein Teil der Fläche der Natur und ihren Entwicklungs- und Gestaltungskräften vorbehalten bleiben. In neu angelegten Gärten und Freiflächen können dazu Biotope wie Stein- und Holzhaufen, Mauern, Tümpel, artenreiche Wildblumenwiesen, Sumpfbeete und Gehölzflächen geschaffen werden.

Permakultur
Die Entwicklung des Permakultur-Konzeptes geht auf Bill Mollison und David Holmgren zurück, die im Jahre 1978 als Antwort auf die durch unsere energieverschwenderische Lebensweise entstandenen Probleme eine "Landwirtschaft in Harmonie mit der Natur"
(x) etablieren wollten.   (x) Untertitel der deutschen Ausgabe des Buches Permaculture One 
Permakulturplanung kann jeden Garten in einen spannenden, lebendigen und zugleich produktiven Ort verwandeln. Sie wurde bei uns in den letzten Jahren durch die Selbstversorger-Bewegung und durch verschiedene Gartenbau-Elemente, wie die Kräuterspirale oder das Kraterbeet bekannt. Das Prinzip Permakultur umfasst aber weitaus mehr: seine Grundlage ist "die ethische Entscheidung, Verantwortung für die eigene Existenz und diejenige unserer Kinder zu übernehmen" Bill Mollison.
Dabei stehen alle Elemente miteinander in Verbindung und bilden durch die Nutzung von positiven Wechselwirkungen ein produktives und gesundes System, das mit geringem Aufwand und natürlich ohne Chemie erhalten werden kann. Denn: 
“Food and medicine are not two different things: they are the front and back of one body. Chemically grown vegetables may be eaten for food, but they cannot be used as medicine.” Masanobu Fukuoka

Therapeutischer Garten und Sinnesgarten
"Die Beschäftigung mit Erde und Pflanzen kann der Seele eine ähnliche Entlastung und Ruhe geben wie die Meditation.“ Hermann Hesse
Die Gartentherapie nutzt gezielt die Erkenntnis, dass die Arbeit mit Pflanzen zur Verbesserung des physischen und psychischen Wohlbefindens von Menschen beträgt und setzt die aktive und passive Nutzung von Gärten z.B. als Ergänzung zu ergo- oder psychotherapeutischen Maßnahmen ein. Bei der Gestaltung eines therapeutischen Gartens ist es von besonderer Bedeutung, die spezifischen Bedürfnisse seiner Nutzer zu beachten: Barrierefreiheit, angepasste Arbeitshöhen, Förderung von Sinneserlebnissen durch geeignete Pflanzen, wie duftende Kräuter, rau- und weichblättrige Pflanzen, die Veränderung von Vegetation im Jahreslauf und die Nutzung von Blütenfarben als beruhigende oder stimulierende Sinnesreize, sind einige Aspekte, die hier Anwendung finden. 

Raum für einen von Duftpflanzen umgebenen Sitzplatz, einen "Sinnesweg" mit vielen unterschiedlichen Materialien, oder ein Hochbeet mit Pflanzen zum Tasten, Riechen und Schmecken lässt sich auch im Hausgarten, im Schulgarten und in öffentlichen Freiflächen finden. 

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